Sonntag, 20. Mai 2012

Von der Machtlosigkeit, das menschliche Versagen zu verhindern

Meine Nervenbahnen, sie wissen nicht wohin, ich würd’s ihnen gerne sagen, doch wissen sie nicht wer ich bin. Ich winke und ich rufe, ich schimpfe und ich fluche, doch nur in meinem Kopf, das Loch, es bleibt verstopft. Wenn ich nur lenken könnte, wie sich meine Gedanken drehn’ ich wäre reich beschenkt und glücklich weil es rein garnichts Schlechtes gäb’.

Doch dieser Wunsch, er bleibt verwehrt, denn Gutes wird nicht oft beschert an Tagen, wo man’s bräuchte, an Tagen voller Sorgen, an Tagen voller Klagen. Ab und zu mag es geschehen, dass du eine Antwort erwischst in all dem Terz, aber ist die Antwort nicht für jeden offen, das Ergebnis bleibt stets fest verschlossen. Würd’ ich wissen wie und wohin, da wäre alles halb so schlimm, würd’ ich wissen wann und warum, da fühlte ich mich weniger dumm. Nur leider bin ich dem nicht würdig, wie so viele andere nicht, ich kauere im Schatten grübelnd, bis sie sich schließlich ändert, die Sicht.

Ich strecke meine Arme aus nach Erleuchtung und nach Frieden, aber was bekommt man in dieser Welt außer Verleumdung oder Kriegen? Nun gut, es reicht, nun wird es ernst, wenn du, Vernunft, es nicht anders lernst. Zur geistigen Bärenfalle wird gegriffen und mit Schwung geöffnet, damit all dieser Seelenschmerz entrissen wird vom armen Herz, das sich nicht wehren kann, nicht wehren würde, in den letzten Momenten der Existenz – und seht das Hirn, es will jetzt auch nicht mehr, da rennt das Hirn, da rennt’s!

Quelle Bild: Wordpress

Montag, 6. Juni 2011

Hirn VS Herz: Knock Out In The Eighth Round





Sowieso darf ich nur Stress haben,
Nichts sagen, Termine jagen,
Trotzdem kann ich nicht absagen,
Nein sagen - Weinklagen
Brustkorb senkt sich, biegt sich, bricht sich,
Wird belastet, leert sich, hebt nicht
Kopf sticht, pulsiert und dreht sich,
Will nicht, provoziert, versteht nicht

Nun aber zur Sache, Gehirn nun gibt es Rache,
Ich greif zur literarischen Waffe:
Friss ganz auf, es hagelt Worte, mach den Mund auf,
Zeig mir wo ich wissen horte
Ein Sog, so stark wie tausend Winde, wollen mich ziehen über die geschärfte Klinge,
Die besteht aus dumpfen, stumpfen Schneiden,
Bereit vernarbtes Gedankengut auszuweiden
Ich spalte den Knochen und spiele Moses, geleite Zahlen und Buchstaben hindurch,
Umschwärmt von metaphorischen Haien und Rochen, geladenen Aalen und Seepferdchenknaben - sie stehen für Dinge, die man sich einprägt,
Für Dinge, die man nie braucht
Sie gleiten schwerelos, ahnungslos, erbarmungslos, hemmungslos
Zwischen den Nervenlappen
Jeder trägt sein eigenes Wappen
Fragezeichen, Ausrufezeichen, leere Menge, Bindestrich, was, du verstehst das nicht?
Dem Fragezeichen fehlt die Antwort, das Ausrufezeichen hat ein Schlagwort,
Der leeren Menge fehlt der Inhalt,
Der Bindestrich mag es, wenn ich die zweite Hälfte hinhalt

So findet jeder seinen Anhang, meine Laute finden Anklang,
Wo auch immer sie auch schallen, Meinungen bilden sich in Intervallen
Weil der Brunnen nun versiegt ist und ihr nun auch nicht mehr als vorher wisst,
Beende ich den Hirn- und Terrorterz und kümmer mich um's Herz.

Donnerstag, 31. März 2011

DOCH NICHT SO COOL.


Ich gestehe. Ich bin nicht eine dieser 16-jährigen Gören, die alles können, alles haben und alles dürfen. Trotzdem gibt es genug davon oder zumindest einen Haufen derjeniger, die es behaupten.
Hier lest ihr, warum coole Cliquen gar nicht so cool sind:

VERNUNFT AUF DEM KONTO

Als ich diesen Text schrieb, saß ich im Bett, es war exakt 22 Uhr 55. Vor genau 10 Minuten hätte ich jemanden anrufen sollen, vor 20 Minuten wurde dem Telefonat zugestimmt und vor circa fünf Minuten wurde ich von meinem großen Bruder aufgehalten, da es ja fast 23 Uhr war und das allerhöchste Zeit zum Schlafen ist. Einwandfrei funktionieren diese großen Brüder. Verbieten einem dann etwas, wenn man es gerne tun würde. Dasselbe Prinzip verfolgen auch Eltern - meistens - und die, ich wage es nicht Kinder zu sagen ("Ich bin kein Kind mehr, Mama/Papa!!"), nennen wir sie junge Erwachsene, tun auch noch was ihnen gesagt wird - meistens - schon wieder. Ich zum Beispiel. Dabei geht es gar nicht darum, Mamas oder Papas Liebling zu sein, sondern sich Vertrauen zu erkämpfen, das erfolgreiche Wege pflastert. Ernsthaft, das funktioniert!
Trotzdem bekommt man immer wieder Grenzen gesetzt, die eingehalten werden sollten - zum eigenen Besten!

Es kam mir schon immer so vor und mit aller Wahrscheinlichkeit bestätigt sich meine These, ist es so, dass man etwas für gewisse Genehmigungen, wie dem abendlichen Ausgehen oder der Dauer von Telefongesprächen, eintauschen.
"Einmal bis 4 Uhr Nachts feiern bitte!"
"60 Vernunftstaler bitte!"
"Was, 60? Ich weiß gar nicht, ob ich so viele habe!"
"Sekunde, ich habe gerade nachgesehen und anscheinend haben Sie Ihre Eltern bereits x Mal angelogen. 25 Vernunftstaler müssen wir abziehen, werter Kunde."

So stelle ich mir das vor. Hat man genug Vernunft, eine Hand voll Verständnis und Toleranz der Eltern, kann kaum noch etwas schief gehen.
Esseidenn du bist einer bzw. eine von jenen, die versuchen, sich durchzumogeln. Ich meine - hey! - das muss nicht sein. Regeln, Grenzen, Jugendschutz.
"Voll der Scheiß!" - Nicht wirklich!

DAS CHAMÄLEON

Zu finden ist das Chamäleon quasi überall. Es hält sich stets in Gruppen auf, in denen es etwas andere Werte im Leben gibt: Wie viel hast du am Wochenende gesoffen? Mit wem hast du rumgemacht? Hast du noch genug Kippen für heut'? Und vor Allem: Wann gehst'n heim?
Cool sind dann antworten wie: "Voll viel, musste übelst reihern!", "Mit X, Y und Z!", "Hab' heut erst zwei Schachteln von meinen Eltern geklaut." und "Is' doch eh egal!".
Oft genug musste ich mir solche oder ähnliche Szenarien mitansehen- und hören. Teilnehmer waren meist zwischen zwölf und siebzehn Jahren. Etwas erschreckend, doch anscheinend absolut verzeihlich und sogar angesehen. Das Chamäleon, von dem ich eigentlich sprechen wollte, ist die Person in der ach-so-coolen Clique, die immer mitredet, mitlacht und zustimmt, in Wirklichkeit jedoch um 22 Uhr zu Hause ist, dem zwei Bier reichen und Zigaretten normalerweise gar nicht schmecken. All das fällt den anderen "Coolen" gar nicht auf, bis die Frage nach dem Vorhaben am Wochenende oder die Einladung zur exzessiven Geburtstagsparty, zu der die Person nicht kommen kann, aufkommt. Unser Chamäleon ist aber nicht dumm. Es lässt sich gern neue Ausreden einfallen, somit wird kein Misstrauen erzeugt. Spätestens wenn es die Volljährigkeit errreicht hat, hat es diese kleinen Problemchen sowieso nicht mehr. Tarnen, nicht auffallen, weitermachen.

DAS ALPHATIERCHEN

Zu jeder krassen Gang gehört auch ein Anführer. Er zeichnet sich durch die Lautstärke und den allgemeinen Tonfall der Stimme, dem Stehen inmitten seiner Jünger und den prüfenden Blick ab. Auf irgendeine mir suspekte und unbekannte Weise wird der Captain der Mannschaft gewählt und von da an bei allen Bekannten gern gesehen. Umgarnend werben die Anhänger um die Gunst des Chefs. Das äußert sich dadurch, dass sie alles tun, was der Anerkennung beihilft. Schenken, kaufen, geben, dort sein, immer!
Das Alphatierchen lächelt nur müde, nickt cool in die Runde und sonnt sich in der gekünstelten aber in manchen Fällen sogar tatsächlichen Liebe der "Freunde". Zur Beobachtung dieser interessanten Verhaltensweisen sollte man sich einen belaubten Ast vor's Gesicht halten, ein paar Meter von der Gruppe entfernt, Stellung beziehen und selbst analysieren, wer der Leiter des Mobs ist. Ihr werdet nicht lange auf die Antwort warten - glaubt mir.
Meist ist der coole Anführer neben anderen, nicht nennenswerten Chaoten der Dichteste und Peinlichste auf der Party, der sein Innerstes, in Form von Erbrochenem anschließend mit glasigem Blick vor sich wiedererkennen wird. Was ist attraktiver als das? Mir fällt nichts ein!

Nach kurzer, objektiver Betrachtung dieser ulkigen Rudelvertreter, können und müssen wir feststellen, dass diese Leute gar nicht so dufte sind, wie sie tun. Falls nun doch an einem leicht depressiven Tag, an dem ihr an einer derartigen Gruppierung vorbeitrotten müsst, das Verlangen aufkommt, nun aber auch so beliebt und anerkannt sein zu müssen, denkt an meine Worte, werft den Gedanken beiseite und setzt getrost einen Fuß vor den Anderen. Lasst ihre absolute und unanzweifelbare Coolness an euch abprallen.

Montag, 14. März 2011

Aus dem Leben einer Schniefnase


Zuerst einen Kamillentee.
Sonst geht gar nichts. Hart fühle ich mich dabei zwar nicht aber meinen hartnäckigen Bemühungen des Gesundwerdens sei es vergönnt. Eine Woche lang habe ich mich an meiner vom Staat vorgeschriebenen Freiheit ergötzt doch nun trifft es mich wie eine eiserne Kopfnuss: Erster, Schultag, nach, den, Ferien.
Es klingt unschön, es fühlt sich nicht sonderlich gut an und schmecken tut's auch recht bitter. Ermüdender Alltag. Aber wat muss dat muss. Halt! Was treibt mich dazu an, zu denken, dass es sein muss?
Oh ja, richtig - alles! Unglaublich, mein Kopf fühlt sich so schrecklich voll an. Leicht gebotoxt, wahrscheinlich mit Beton oder ähnlichem Material. Möglicherweise wurde ich in der vergangenen Nacht von heimtückischen Schönheitschirurgen in spe besucht, die sich an meiner Visage austobten. Anzunehmen wäre es definitiv. Tapfer habe ich bis zur zweiten Pause durchgehalten. Trotzdem war und bin ich ein elendiger Schwächling und befreite mich vom Nachmittagsunterricht. Banale aber häufig präsente Situationen wie diese sind durchaus erwähnenswert. Man kann, will nicht aber denkt, man muss. Offensichtlich übertreibe ich, auch wenn ich heute Morgen bereits ein von Husten unterlegtes "Nur der Tod kann schöner sein" von mir gab.
Den Rest des Tages werde ich wohl bemitleidenswert vor mich hin vegetieren. Rosige Aussichten. Aber hey, schlimm ist's erst wenn man Blut spuckt.
Hehehe..Hehehehe...he... .
Humor wohl mit ausgerotzt, ich bitte um Verzeihung. Kann ja den Besten mal passieren. Nicht, dass ich mich über all die Keime, all die garstigen Bazillen beschweren würde, nein, ich akzeptiere sie voll und ganz, solange sie mich nicht nerven. Mit dem Körpergefühl des Halb-Kopflosen-Nicks' freue ich mich auf den deliriumsgleichen Schlaf, der mich wohl später ereilen wird. Glaubt mir, liebe Mitfühlende:
Der Kreis schließt sich mit einem Tee. Kamille.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Spielen mit/ohne Aufsicht


Dort sitzt er leichtmütig im Sandkasten
Und formt sich seine Welt
Weil er von Aufsicht oder Regeln
Trotz allem wenig hält
Mit leeren Augen und toter Stimme
Erschafft er wilde Szenen
Im tiefsten Inneren weiß er
Wonach sich alle sehnen
Auch seine Zinnsoldaten lässt er
Trostlose Kriege führen
Bis sie unter Zwang
Den Sieger zum König küren
Die primitiven Sandbauten
überschwemmt er ohne Bedacht
Alle Einwohner versinken kläglich
Worüber er nur lacht
Das stumme Grinsen kann er sich kaum verkneifen
Während in seinem leeren Ich neue Pläne reifen
Werk für Werk wird zu Grunde gerichtet
Die Arbeit des Unbekannten wird konstant verrichtet
Von zahlreichen, rastlosen Augen verfolgt
Errichtet und Zerstört er
Verständnis oder Anerkennung
Erwartet er lange nicht mehr
Nahende Gefahren erwartet er unerschrocken und gelassen
Bis sie als unberührte Schatten
Am Wegesrand verblassen
Die Blumen um ihn mögen zertreten sein
Ihre Gestalt erscheint so seltsam klein
Lachende Tränen werden auf ihnen vergossen
Der Kreislauf des Lebens bleibt geschlossen
Mit einem blinden und einem sehenden Auge
Nimmt man ihn wahr
Bis man wittert die Gefahr
Zu flüchten oder zu bleiben
Das gilt es nun zu entscheiden
Ruht dein Blick auf seinem Genick
Oder senkst du ihn geschickt?

Sonntag, 12. Dezember 2010

Der Frühling.


Dort liegt es auf den Feldern
Dort fällt es auf die Wälder
Der weiße Richter hat viele Gesichter
Er verbirgt all das Leben
Doch wird auch Leben geben
Dann sprießt es und dann blüht es
Dann schießt es und dann glüht es
Gelb, rot, blau und grün
Die Erde wird verdeckt
Von Neuem frisch bedeckt
Es wächst, es gedeiht
Das Weiß schwindet
Es hat sich befreit
Köpfe recken aus dem Boden
Staunen, zeigen ihre Launen
Erfreuen uns mit frischen Farben
Und heilen uns're alten Narben
Wann scheint uns die Sonne wieder ins Gesicht?
Frag die Natur
Denn ich weiß es nicht

Sonntag, 21. November 2010

Fühltsichnichtsogutan.


Mein Hirn schwingt den Vorschlaghammer
Weil ich mich an sinnlose Taten klammer
Mein Herz zückt Pfeil und Bogen
Mit Hass wurde es betrogen
Mein Gesicht ist warm
Das Blut pocht in mir
Die einzige Frage, die mich jetzt noch kümmert:
"Was zum Teufel soll ich hier?"
Die Antwort liegt verborgen
Versteckt
Hinter all den Sorgen

YES we can ... mosh!


Wo soll man nur anfangen, wenn man sich tatsächlich über ein solch hochexplosives Ereignis wie die Never Say Die Tour 2010 auslassen will – und zwar so, dass der Leser genau das fühlt, was man selbst gefühlt hat? Wahrscheinlich überhaupt nicht, doch einen Versuch ist es wert!

Wind von der ganzen Sache habe ich durch einen Bekannten bekommen. Sofort war ich hin und weg und versuchte auch andere mit der grandiosen Idee anzustecken, sich eine Karte zu kaufen und mich zu begleiten, denn nur in einer guten Gesellschaft möchte ich gute Musik hören. Tatsächlich waren Freunde von mir in einer ähnlichen freudigen Erwartung auf das anstehende Spektakel: Circa fünf Stunden gepflegter Hard-,Metal-,Post- und Deathcore. Musikrichtungen, die man nicht nur mögen, sondern auch leben kann.
Meine Freundin Ca und ich hüpften also in den nächstbesten Zug und machten uns auf nach Würzburg, wo das Event in der Posthalle stattfinden sollte. Am etwas ernüchternden Würzburger Bahnhof angekommen hatten wir ein simples aber doch sehr wichtiges Ziel vor uns: Bier kaufen. Irgendwie gehört dieses Genussmittel einfach zu Musik, was für mich persönlich schon ein triftiger Grund ist nicht den „Straight Edgen“ Lebensstil zu verfolgen, den einige Hardcorer eingeschlagen hatten.
Vor dem Haupteingang des Bahnhofsgebäudes stand schon eine sehr verdächtig aussehende Gruppe Jugendlicher, die sich in einem Kreis aufgestellt hatten. Oft erkennt man coremusikhörende Menschen schon an Piercings, Flesh Tunnels, Tattoos und Klamotten. Was befand sich wohl im Inneren des Menschenkreises? Klar. Auch Bier. Deutliche Indizien dafür, dass sie noch etwas vorhatten. Was, stellte sich auch ziemlich bald heraus. Kurzerhand marschierten Ca und ich auf sie zu und stellten sie zur Rede, ob sie denn die „Hey-wir-treffen-uns-vor-dem-Konzert“-Gruppe seien und wie sich herausstellte, waren sie es in der Tat. Wie das Leben so spielt mussten wir auf all das Bier ständig pieseln gehen. Dazu stiefelten wir wieder durch die Bahnhofshalle zum Klo, wo wir bei jedem Wasserlassen 50 Cent zahlen mussten. Gegen Ende hatte ich also 2 Euro nur für den Notdurft geblecht… die Klofrau hat’s gefreut! Als Ca und ich von einem Klostreifzug zurückkamen, schloss sich uns noch ein junger Mann an. Unsere kleine Gruppe der Musikvernarrten wuchs beständig. Ein Weilchen später kamen noch mehr Bekannte hinzu und zu gegebener Stunde machten wir uns zum Eingang der Posthalle auf. Dort hatte sich schon ein nettes Knäuel von Hardcoreliebhabern versammelt und auf das Zeichen zum Einlass gewartet. Hundsgemein drängelten wir ein bisschen und fanden uns kurz darauf direkt hinter der Absperrung wieder, an der sich meine Freunde mit dürftigem Englisch im Wortgefecht mit einigen Amerikanern befanden, welche in der örtlichen Kaserne stationiert waren. Äußerst amüsant kann ich nur sagen, denn sie verstanden höchstens die Hälfte davon, was man ihnen eigentlich erzählen wollte. Gegen 18 Uhr wurden uns die Pforten geöffnet. Meine Meute und ich wuselten die Treppe nach oben und versuchten dabei, nicht niedergetrampelt zu werden. Es gelang uns. An jenem Abend spielten genau sieben äußerst unterhaltsame Bands: Your Demise (Hardcore), Comeback Kid (Hardcore-Punkband), War From A Harlots Mouth (Deathcore, denen mein getragenes Bandshirt signalisierte, dass ich mich sehr auf sie freute), Emmure (Metalcore), Bleeding Through (Metalcore), We Came As Romans (Posthardcore) und der heiß erwartete Headliner: Parkway Drive (Metalcore).
Natürlich blieb mir nichts erspart und ein Schwall Bier landete gleich bei der ersten Band in Gesicht, Haaren und Ausschnitt aber jeder liebt doch eine erfrischende Bierdusche, nicht? Wenn man Angst vor solchen Kleinigkeiten hat, sollte man sich nicht an den Rand des Moshpits stellen, kann ich da nur raten. Die Typen powerten sich im Laufe des Abends gehörig aus und hatten nach Comeback Kid, als die innig geliebten Jungs von Parkway Drive am Zuge waren nochmal allen Ansporn dazu, ihre letzten Kräfte zu mobilisieren. Die Mädchen taten es ihnen gleich – wie auch ich – als ich mich in die zweite Reihe zerren ließ. Umzingelt von moshenden Menschen bleibt einem eigentlich gar nichts anderes übrig als mitzumachen. Man wird angesteckt von den Energien, die von diesen vor Schweiß triefenden Menschen ausgeht und der hitzigen Brutalität, die sich in ihren Augen widerspiegelt. Man mutiert sozusagen, wie ein Super Sayajin in Dragon Ball Z und verspürt tiefe Lust, einfach mitzumachen. Das Denken funktioniert nur noch durch Beine und Arme, vorzugsweise Ellenbogen, die als mehr oder weniger sicheres Schutzschild dienten. Eine Welle der Kraft fährt bei jedem Breakdown durch Oberkörper und Gliedmaßen. Könnte man das alles visuell darstellen, wären es wohl glühendgelbe Funken, die vom Inneren des Körpers nach außen treten. Ob ich übertreibe, kann jeder für sich selbst entscheiden. Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die all das lieber von der Ferne genießen und es sich einfach nur ansehen als mittendrin zu sein, aber wenn ich auf einer Musikveranstaltung bin, will ich die Musik fühlen. Wenn sie mich dann erreicht hat bin ich sowieso nicht mehr zu halten. Ich vergaß jedes Zeitgefühl. Ab und an passiert es zwar leider, dass man eines seiner Gruppenmitglieder aufspüren muss, doch am Ende ist man einfach gemeinsam „fertig mit der Welt“. Für die Besucher solcher Konzerte ist das Moshen ein Standardtanz, die realitätsaufgreifenden Texte der Bands die reinste Poesie und das Betrachten der gesammelten Kratzer, Blutergüsse und Prellungen ein Grund zum Grinsen. Um es genau zu machen: Es kann ein Way of Life werden. Oder zumindest ein sehr wichtiges Hobby. Mit meinem käuflich erworbenen Never Say Die Tour T-Shirt stolzierten ich und die Anderen nach draußen und waren einfach nur froh, das Erlebte erlebt zu haben. Oder um es kurz zu machen:

Je ne regrette rien.


(c) Natascha Kontarakes

Montag, 25. Oktober 2010

Abschlussfahrtbericht '10


„Sur le pont d’Avignon…“

Dass ich den Bericht mit genau diesen Worten einleite, kommt nicht von ungefähr denn die Klasse 10 a R der Maria Ward Realschule fuhr am 12.09. in der tiefsten Nacht unter der Aufsicht von Herrn Dennerlein und Frau Stickler nach Südfrankreich!

Nach einer strapaziösen, mehr oder weniger verschlafenen Busreise über Berg und Tal erreichten wir unsere Bungalows, die Unterkünfte der nächsten fünf Tage, in einem 8173 Einwohner starken Ort namens Le Grau du Roi.
Diese schöne Ortschaft der Camargue lag direkt am Meer, bewacht von den Umgebungstypischen Tieren: Stieren, weißen Pferden und Flamingos.

Die Tagesausflüge zogen uns unter anderem nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer, dem berühmten Wallfahrtsort der Cinti und Roma, zur schönen Stadt Arles und der, mit ihren prachtvollen Bauwerken geschmückten, Stadt Avignon, sowie zur sehenswürdigen Pont du Gard, einem alten Aquädukt.
Landschaften und Städte erinnerten uns überraschenderweise sehr an mediterrane Länder wie Spanien oder Italien, was aber nicht weiter schlimm war, da dies bekanntlich auch sehr beliebte Urlaubsziele sind. Das Wetter war meist sehr warm und angenehm. Leider wurde die eine oder andere Frisur vom unbändigen Seewind zerstört.
Trotz alldem entging uns nicht der Charme, den dieses Land, den Erzählungen getreu, versprühte.
Ein ausgewogener Mix aus Kultur und Freizeit in den Städten oder am Strand ermöglichte es uns, alles Gesehene zu verstehen und zu erkunden. Während unseres Aufenthalts war zufällig eine „fête local“ oder wie wir es auf frängisch ausdrücken würden: A Kerwa!
Das trieb uns zum alljährlichen und typischen Stiertreiben, welches in der ortsansässigen Arena veranstaltet wurde.
Dieses Event stieß bei uns auf geteilte Meinungen, war letzten Endes aber doch eher eine willkommene, wohlgemerkt unblutige, Abwechslung als ein tierquälerisches Schauspiel.

Als wir am Freitag wieder in den Bus stiegen, hatten wir wie zu Beginn eine lange Fahrt vor uns, bei der wir noch vom wolkenlosen Himmel, dem halbverständlichen Französisch der Einheimischen, den überteuerten Eispreisen oder den interessanten und einnehmenden Eigenschaften Südfrankreichs träumen konnten.

Nun jedoch, da wir uns wieder im guten alten Bamberg befinden, denkt sicherlich jede von uns mit gutem Gewissen:

„Non, je ne regrette rien…“

Dienstag, 31. August 2010

My date with Adam Green


Entschlossen stehen meine Freundin und ich vor dem Eingang des Alten E-Werks in Erlangen. Die Karte wird verkrampft festgehalten, der Redeschwall ist kaum zu stoppen und dieses seltsame Kribbeln dass sich nicht definieren lässt steigt auf. Ohne Ahnung, was uns wohl erwarten würde, betraten wir das Gebäude, zeigten unsere Karten, pendelten zum Merchandise-Stand und begutachteten alles genau. Unser Hauptziel war allerdings das Erreichen des Konzertsaals. Darin "gammelten" schon ein paar Jugendliche auf dem Boden herum, hatten sich schon die besten Plätze an der Bühne erkämpft, holten sich Getränke und führten angeregte Unterhaltungen über Gott und die Welt. Eines verband sie. Das Warten auf den Main Act - Adam Green himself.
Barbara und ich hatten uns einen guten Platz in der zweiten Reihe erobert. Vor uns alberten drei gut betuchte Herren herum oder anders formuliert, drei ziemlich bonzig aussehende Jungs. Ihr Verhalten hingegen war jedoch nicht sonderlich bonzig und erinnerte mich eher an Hundewelpen. Jeder kann sich jetzt seinen Teil denken. Einer von ihnen hatte Blähungen, was einerseits amüsant andererseits aber eine miefige Angelegenheit war.
Bevor ich mit den Eindrücken des Konzerts an sich beginne, möchte ich noch ein paar Leute beschreiben, die ich dort gesehen habe und die mir aufgefallen sind.
Zum einen hätten wir da den jungen Jimi Lennon, wie ich ihn liebevoll nenne. Er hatte einen Lockenafro und eine kleine John Lennon -artige Brille auf. Klein und rund. Ich fand ihn absolut faszinierend. Ebenso herausstechend war "die Engländerin". Sie war schwarz gekleidet, trug rote Schuhe und eine rote Jacke im Marschkapellenstil. Wie gern hätte ich sie mir unter den Nagel gerissen aber das wäre vermutlich aufgefallen. Nun gut, man kann eben nicht alles haben! Was ich mit alldem hier ausdrücken möchte ist, dass allerhand skurrille,gutaussehende und interessante Leute da waren, mit denen man sich sofort wohl gefühlt hat. Die Altersgruppe lag zwischen 12 und 55, grob geschätzt. Eine wunderbare Mischung! So, nun zur "Vorband". Vorband in Anführungszeichen weil es eher eine One-Man-Show war. Ein junger Mann, der Adam Green durch seine Schlacksigkeit und seine Locken etwas glich erwies uns die Ehre. Nur mit Gitarre und Stimme (und seinem I-Pod, den er als seine Band bezeichnete) begeisterte er die Menge und machte uns heiß auf mehr. Mehr Musik. Nach einer Hand voll Lieder beendete er seinen Auftritt und verließ uns. Nun war wieder warten angesagt. Es kam uns vor wie eine Ewigkeit. Nach ca. einer halben Stunde, gefühlt wie zwei, betraten Adams Bandkollegen unter ungehaltener Euphorie in Form von Jubel und Kreischen die Bühne. Ich werde wohl noch nachrecherchieren wie sie heißen, denn ich habe es mir nicht gemerkt, trotz dem dass Adam sie vorgestellt hat... Alzheimer lässt grüßen. Einer von ihnen wurde irgendwas mit "Fuck" genannt, doch die Bonzenjungs gröhlten so undeutlich und Adam könnte auch mal lauter nuscheln. Besagter Herr war irgendwie ein Sexsymbol für diese jungen Männer, da sie nur nach ihm verlangten. Dazu muss ich sagen dass er eine einnehmende coole Ausstrahlung und ein liebevolles Gesicht hatte. Eine Aura der Coolness umgab die Band. Adam hatte einen Gitarristen, einen Bassisten, einen Dj, einen Keyboarder und einen Drummer mitgebracht, die sehr gut zu ihm passten. So. Der wichtigste Moment des gesamten Abends.
Adam kommt auf die Bühne. Praise the lord, ich habe mich gefühlt wie ein kleines Mädchen, kreischte los und doch blieb mir die Luft weg. Er hatte seine typisch altmodischen Jeans an und ein beiges Hemd, natürlich ordentlich in die Hose gesteckt. Glücklicherweise hatte er lange Locken und nicht diesen Kurzhaarschnitt, den er beim Erscheinen seines neuen Albums "Minor Love" trug.
Sein Tanzstil ist und bleibt unverwechselbar. Absolut stoned sieht er beim tanzen aus (wahrscheinlich ist er es auch) und dass er alte und ziemlich ulkig aussehende Discomoves miteinbaut ist auch recht charmant. Gute Unterhaltung für die ganze Familie.
Ich hatte einmal kurz die Gelegenheit ihm an den Hintern zu fassen, doch ich verpasste sie. Schade drum. In guter Starmanier legte er dann noch einen kleinen Stagedive hin, bei dem ich sein Künstlerbein berührte. Welch ein magischer Moment. Nunja, ganz so magisch doch nicht aber ich hatte mir sowieso geschworen ihn - ich zitiere - "sowas von anzufassen"! Das tat ich also und meine Arbeit war erledigt.
Er spielte Hits wie "Emily", "Dance with me" oder "Buddy Bradley". Alle sangen mit, alle freuten sich, alles war gut.
Bis auf die junge Dame die links hinter mir stand. Ein Kampfzwerg wie er im Buche steht. Hat den Schnabel nicht zubekommen, nicht auf die Freundinnen gehört, die ihre für jeden hörbaren Unterhaltungen unterbrechen wollten und sogar einem Mädchen gedroht ihr "eine aufs Maul zu hauen", als sie aufgefordert wurde die "Fresse" zu halten. Daraufhin bekam ich erstmal einen Lachanfall, der erst langsam wieder ausklingte.
Nach dem letzten Song, "Jessica", der nochmal jeden zum Jubeln brachte, verließ Herr Green mit seiner Band die Bühne und ließ ein paar hocheuphorisierte, endorphingeladene Menschen zurück. Doch es war vorbei.
So nahm der Tag ein gutes Ende und meine Gedanken werden erweitert mit schönen Erinnerungen.
Wer auf die Musik dieses jungen Mannes steht, sollte ihn sich unbedingt ansehen. Es lohnt sich.
Wieder einmal heißt es für mich:
Je ne regrette rien.

Sonntag, 22. August 2010

When thoughts bloom 3


-Zeit ist schnell und zu lang, flüchtig und zu gegenwärtig.
Wir können uns nicht entscheiden, nie entscheiden,
auch wenn es so scheint.

-Illusionen sind schön anzusehen aber nicht real, genau wie unsere Welt.
Heile Welt, die entzwei fällt. Wegen unserem schönen Leben. Unser Luxus ist
nur Ausbeutung aber verändern wollen wir uns nicht. Denn unser Wohlergehen geht
in dieser Welt über alles.

-Man schreibt und schreibt aber die Gedanken sterben nie ohne das Herz.

-Im Einklang miteinander sind nur Instrumente bei gutem Gebrauch.
Vonwegen Körper und Seele im Einklang mit der Natur.
Wie sollte das gehen, wo all der Schmerz unsere Schuld ist?

-Wie auf Wolken, wie euphorisch, wie glücklich und fröhlich fliegt dein
Herz um die Welt. Umarmt mich wärmer als ich dachte. Ich mag dich mehr als du es
fühlst. Denn man muss nicht alles wissen, nur das Bedeutendste.
Aber was ist bedeutend?
Dass du bist und sein wirst, nicht wie du warst.
Vergangenheit ist Zeitverschwendung, verschwendete Zeit.

-Sklave des Stylings oder Liebling der Mode. Schön aus Leidenschaft oder
des Trends Untertan. Freier Wille ist nicht äußere Individualität. Freier
Geist ist nicht Freigeist. Freigeist ist Wille und Tat!

-Du willst jemand anderes sein als du bist. Fremd im eigenen Körper. Deine
Seele ist weit weg. Du hörst auf die Meinung der anderen. Zu sehr, zu viel,
zu stark für ein schwaches Herz wie deines. Tu was du willst, nicht was die
Anderen wollen. Es hat keinen Sinn, es hat keine Zukunft. So wie du sein willst,
du bist wie du bist, du bist wie du willst, du wirst wie du warst oder anders?

-Du weißt nicht was sie denken, wie sie sind und doch richtest du über sie.
Warum passiert es so? Sie sind unsozial angehaucht, sie richten über dich mit
vorgefassten Meinungen. Wieso tun sie es? Niemand weiß es. Sie beweisen sich
durch ihre böse Zunge.

-Die Medien sind Freund und Feind.
Sie zerstören dich von innen nach außen, fressen deine Seele und
deinen Körper. Du willst perfekt sein, du willst vollkommen,
nicht verkommen sein. Das kann nicht sein, das gibt es nicht!
Nichts ist perfekt, auch nicht die Schönheit im Tv!
Das ist alles nur Fake und Show!

When thoughts bloom 2


-Geschwisterliebe ist die einzige Liebe,
auf die man sich verlassen kann.

-Denn die Liebe ist stärker als jeder Riese,
schlauer als jeder Forscher und mindestens
so unbegreifbar wie Gott selbst.

-Der Moment wird kommen, an dem der Tag die Nacht verlässt,
an dem Gut und Böse sich vereinen, an dem Gerechtigkeit gegen
Untat waltet, Ying wird zu Yang.
Der Tag wird kommen, an dem ich dich verlasse? Vielleicht.
Doch dann würde das Leben meinen Körper verlassen. Auf ewig.

-Dein Herz ist schwer, dein Verstand ist leicht, die Waffe nah,
der Wille ist stark, das Leben ist... vorbei.

-Warum lebst du in einer Welt voll Trauer? Wehre dich gegen dich selbst,
sonst lohnt sich das Erdendasein nicht.

-Die Gefühle greifen an, von links nach rechts, hinterhältig wie nie zuvor.

-Freunde sind Engel, Menschen die die mögen, obwohl sie dich kennen.
Sie wissen wie und wer du bist. Sie sind wichtiger als man denkt.
Schätze sie sehr.

-Es fühlt sich anders an als sonst. Du lebst, du atmest, dein Herz schlägt
aber du denkst nicht. Es ist weg, du weißt nicht was - deine Seele?
Wer glaubt heute noch an Seelen? Reflektion des Glaubens. Wer glaubt heutzutage
noch? Wissenschaft ist die neue Religion. Sie ist real. Nicht wie diese Hoffnung.
Sie stirbt zwar zuletzt, aber sie stirbt. Alles stirbt aber jetzt lebst du.
FInde, was du verloren hast.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Gefühlsdompteur


Ein Zirkus ist das Leben!
Dies fiel mir neulich auf
Ich will es dir beweisen
Die Erzählung nimmt ihren Lauf

Herein spaziert ein Tiger
Seine Zähne sind der Hass
Er behauptet sich -
Gewaltig und als Sieger
Wenn ich ihn nicht ruhen lass'!

Ein Zirkus ist das Leben!
Erkennst du es denn nicht?
Ich kann es dir beweisen
Versperr' ich dir die Sicht?

Herein schwebt eine Tänzerin
Ihre Liebe gilt der Kunst
Sie verzaubert, sie benebet
Voll Anmut und voll Leichtigkeit
Seist du mit Herz gesegnet.

Existenz


Ohrenbetäubend
Sinneraubend
Benebelnd
Das Leben.

Verwirrend
Ergreifend
Bewegend
Das Wort.

Betörend
Erquickend
Belebend
Die Liebe.

Unerbittlich
Unbegreiflich
Bezaubernd
Das Schicksal.

Tobende Wellen


Wenn die Angst mich packt
Ergreift - versinke ich in Meerestiefen
Die Massen strömen an mir vorbei
Rauben mir was ich brauche
Wie löst man sich aus einem Gefühl
Ohne sich zu verletzen?
Meerestiefen reißen mich fort
Tragen mich zu einem fremden Ort

Tränen verwehren mir die Sicht
Wie komme ich hier raus?
Der Schmerz erfasst mich
So gut ich mich auch versteck'
Es hat doch keinen Zweck.

Versinke ich im Tränenmeer oder lerne ich zu treiben -
Mein Herz bleibt mir so furchtbar schwer,
weil ich dich nicht erreiche.

High Life o. Gedanken eines Unzufriedenen


Glamurös, Extravagant, solls sein
Das Leben voller Glanz und Schein
Feiern mit Wein - so solls mal sein.

Einen Tag König sein,
Königin für einen Tag
Das ist mein Traum, mein Wunsch-
Schon immer!
Mein Leben ist so viel schlimmer!

Reich sein, reicher sein,
Gib mir Macht, Macht macht Spaß
Geld ist Macht, Geld macht Spaß
Teu're Schlitten, teu'res Zeug
Teuer, teuer teuer!

Gib mir was ich will, was ich suche, was ich brauche!
Ich bin edel, ich will Adel!
Mir dröhnt der Schädel...
Schöne Frauen, Schöne Männer
Schöne, schöne Welt!

Modisch, neu, dynamisch, jung
Ich gebe dem Alltag Schwung!
Ich lasse den Dreck hinter mir...
Und räume auf!
Sauber soll's sein, schön soll's sein,
Alles golden, alles fein!

When thoughts bloom


Breathe it out
Your wasted soul
Your faithful fears
Bitter Smiles
A hundred times
Breathe it in
My sweetest dreams
My lovely heats
My sinceer words!

My head seems to be so empty
Fill it up with wise words
My heart seems to be so empty
Fill it up with love!

Im Wandel


Zeit schleicht
Schleicht und kriecht vorüber
Tage vergehen
Vergehen und verwelken
Gedanken entstehen
Entstehen und brechen

Kann mich niemand wecken?
Aus dem Traum!


Lasst mich nicht liegen
Die Zeit schleicht an mir vorbei
Die Tage gehen vorüber

Und die Gedanken brechen aus
Aus dem Traum!

Montag, 28. Juni 2010

In der Ferne liegt die Freiheit


Mein Blick schweift über weite Bahnen
Sie ziehen sich vor mir entlang
Der Horizont lässt sich nur schwach erahnen
Es lockt mich ein mir fremder Drang

Es zieht - und zieht mich in die Freiheit
Mein Geist findet weder Rast noch Ruh
Mit der Natur bilde ich eine Einheit
Mein Herz - das lässt es einfach zu

Am Ziele einer langen Reise
Seh' ich mich hier oben steh'n
Für dich klingt es unbegreiflich
Doch ich wollte die Ferne wiederseh'n

Diese Wanderschaft hat noch lang' kein Ende
Ich komm' erst spät zum Stehen
Und sollt' mein Körper Schwäche zeigen
Musst du es verstehen

An deiner Seite wirst du mich nicht mehr haben
Mein Platz - der ist nun hier
Lass dir einen Satz noch sagen:
Jeder Gedanke ist nur bei dir.

Montag, 10. Mai 2010

Kurzgeschichte: Gerettet.


Der Wettkampf war vorbei, Linn hatte gewonnen. Mal wieder. Schweißbedeckt ging sie von der Bahn und wurde sogleich von einem ganzen Hofstaat in Empfang genommen. Ihre Eltern strahlten, ein paar Fotos wurden geschossen, Stimmen schwirrten um ihren pochenden Kopf. "Weg da.", sagte sie barsch und befreite sich aus dem Menschenknäuel um sich herum. Ihre dauerlächelnde Mutter trippelte hinter dem Mädchen her.
"Schatzi, das hast du wieder ganz toll gemacht, ehrlich! Und der nächste Wettkampf findet schon in vier Wochen statt! Deine Karriere geht ganz ganz steil nach oben!"
Linn hörte gar nicht zu. Sie war fertig, also ging sie. Ihre Arbeit war getan, alle sind zufrieden. Nun würde sie tun was sie wollte. Sie, als jugendliches Mädchen, dass eigentlich Interesse an Shopping, Make-Up und anderem Mädchenkram zeigen sollte. In windeseile packte sie ihre Tasche zusammen und ordnete an, dass sie gehen wolle.
Keine Wiedersprüche.
Daheim angekommen machte sie sich gar nicht erst die Mühe ihre Sachen aufzuräumen oder zu duschen, geschweige denn zu verkünden, dass sie nun weggehe.
Linn schwang sich auf ihr Rad und trat in die Pedale als gäbe es kein Morgen, als wartete am Ende des Regenbogens ein Goldtopf auf sie. In gewisser Weise stimmte es. Jemand wartete. Sie stieg ab und klingelte an der Haustür eines gutbürgerlichen Familienhauses. Ein Hund bellte. Wie immer. Er öffnete die Tür. Wie immer.
Er küsste sie. Wie immer.
Sie wurde in eine völlig andere Welt gesogen. Eine Welt der Liebe, der Akzeptanz, des Vertrauens.
Eine Welt, in der sie sich nicht behaupten musste. Sie war sie selbst. Sie stand da, der Schweiß klebte an ihr, ohne Schminke, ohne schöne Klamotten - aber er war da und küsste und liebte sie und das war alles, was sie interessierte.
In seinem Zimmer, als er gerade an seiner Gitarre zupfte und sie einfach neben ihm herumlag, sagte sie sehr leise, viel mehr zu sich selbst als zu ihm: "Immer wenn ich auf einer einsamen Insel gestrandet bin und keine Hoffnung mehr besteht, kommst du mit deinem Flugzeug vorbeigeflogen und machst die Welt wieder gut."
Er hörte es und musste lächeln.
"Du weißt doch dass ich für dich da bin."
Ja, sie wusste es. Und das Mädchen würde immer wieder auf die einsame Insel zurückkehren, nur um von ihm gerettet zu werden.